Geruchs- und Emissionsgutachten Biogasanlage Delitzsch

Delitzsch, Landkreis Nordsachsen · 2024
Schadstoffe & Gerüche

Herausforderung

Ein regionaler Energieversorger plante die Erweiterung seiner bestehenden Biogasanlage um ein zweites Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 600 kW elektrischer Leistung. Die zuständige Immissionsschutzbehörde forderte im Rahmen des BImSchG-Änderungsgenehmigungsverfahrens den Nachweis, dass die Geruchsimmissionen im angrenzenden Wohngebiet den Richtwert von 10 % der Jahresstunden (GIRL) nicht überschreiten. Zusätzlich waren die Schadstoffemissionen (Formaldehyd, NOx, CO) des neuen BHKW-Motors zu bewerten.

Unsere Lösung

Lücking & Härtel führte eine Geruchsimmissionsprognose nach GIRL mittels Ausbreitungsrechnung (AUSTAL) durch. Die Emissionsquellencharakterisierung umfasste sowohl diffuse Quellen (Fahrsiloflächen, Gärreste-Endlager) als auch gefasste Quellen (BHKW-Abgas, Fackel). Durch die Empfehlung einer gasdichten Abdeckung des Gärreste-Endlagers konnte die Geruchsbelastung im Wohngebiet deutlich unter den Richtwert gesenkt werden. Die Schadstoffbewertung der Motoremissionen erfolgte gemäß TA Luft und der 44. BImSchV.

Eingesetzte Leistungen

  • Geruchsimmissionsprognose nach GIRL mit Ausbreitungsrechnung (AUSTAL)
  • Schadstoffbewertung der Motoremissionen nach TA Luft und 44. BImSchV
  • Emissionsquellencharakterisierung (diffuse und gefasste Quellen)
  • Entwicklung von Minderungsmaßnahmen zur Geruchsreduktion
  • Erstellung der Antragsunterlagen für das BImSchG-Änderungsgenehmigungsverfahren

Ergebnis

Die Genehmigung wurde ohne Auflagen erteilt. Die empfohlene Abdeckung des Gärreste-Endlagers reduzierte die Geruchsimmissionen um rund 40 % und verbesserte damit auch die Situation für die Bestandsanlage deutlich.

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